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Wilhelm
Praktikum in der Pädagogik

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Mein Praktikum startete am 01.08.2010 im Zentrum für soziales Lernen mit einer Einführungswoche in die Erlebnispädagogik. Für mich, als jemanden der frisch aus der Schule kam war dies etwas komplett Neues. Zwar war mir der Begriff, Erlebnispädagogik an sich nichts Neues, denn schon als Kind hatte ich an Aktionen des ZfsL teilgenommen, jedoch welche theoretischen und ganz praktischen Zusammenhänge hinter diesem Wort stehen war mir vollkommen unbekannt. So wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Hintergrund Informationen und Praxisanwendungen der Erlebnispädagogik vertraut gemacht.

In der Folge wurden wir Stück für Stück immer weiter an die Aktionen und das Teamen in den Aktionen herangeführt. Nach drei Hospitationen, sowie drei Sicherungsworkshops stand ich dann zum ersten Mal als Teamer mit vor einer Gruppe. Ein wenig aufgeregt und unsicher, aber voller Tatendrang, denn schnell bemerkte ich wie wichtig die Weitergabe von dem Erlernten an die Kinder und Jugendlichen ist. Grade meine Unsicherheit im Anleiten und vor allem im Reflektieren der Angeleiteten Angebote trieb mich immer mehr in den Sicherungsbereich. Hier fühlte ich mich im wahrsten Sinne des Wortes sicher. Es machte mir einfach zu viel Spaß den Kindern und Jugendlichen die Freude und die Chance die für mich in der Höhe lag weiterzugeben und half mir ganz elegant aus dem Arbeitsbereich in dem ich mich weniger sicher und an vielen Stellen unwohl fühlte. Jedoch blieb meine Zurückhaltung in diesem Bereich nicht lange unbemerkt und so wurde ich mehr und mehr in den Bodenbereich eingeteilt. Schnell merkt ich, dass weniger das mit in der Einführungszeit mir Vermittelte, als vielmehr mein gesunder Menschenverstand und mein natürlicher Instinkt mit Kindern und Jugendlichen umzugehen mich in diesem Bereich meiner Arbeit weiterbrachten. Zum einen war dies eine sehr positive und gute Erfahrung, zum anderen verspürte ich jedes Mal eine Unsicherheit, welche im gerade in den vielen Abschlussreflexionen im Team beschäftigte. Gleichzeitig merkte ich aber auch, wie zufrieden ich mit mir sein konnte, da mein Arbeiten bei unseren Teilnehmern mehr und mehr gut aufgenommen wurde und ich mehr und mehr auch grundsätzliche Probleme mit ihnen angehen konnte. Ein ganz wichtiger Baustein in meiner Weiterendwicklung i m erlebnispädagogischen Bereich waren die Weiterbildungsmodule, an denen wir teilnahmen. Aus den Positionen des Beobachters wurde schnell für mich eine Position des Mitdenkers, ich wollte mehr erfahren um meiner Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen besser gerecht werden zu können. 

Ich wurde in meinem Abschlussgespräch gefragt ob ich meine Endscheidung das Praktikum gemacht zu haben bereue oder nicht. Nein ich bereue es nicht. Wie man meinem Bericht und meinen kritischen Äußerungen und Fragen entnehmen kann war nicht alles rückblickend für mich zufrieden stellend, jedoch war das Praktikum bei der Evangelischen Jugend, speziell im Projekt Zentrum für soziales Lernen, äußerst lehrreich, spannend und persönlichkeitsentwickelnd. Mir sind Dinge und Situationen begegnet, die man sich vielleicht nicht immer wünscht, die einen aber enorm weiterbringen. Ich habe Dinge tun müssen die vielleicht nicht immer angenehm oder wer weiß wie fordernd waren, doch dadurch habe ich erlebt wie man mit so etwas, was einem ja immer wieder begegnet, umgehen muss.

Und eine ganz wichtige Erfahrung möchte ich nicht für mich behalten:
ich habe in einem Team gearbeitet, was mich größtenteils immer geschätzt, unterstützt und begleitet hat, was eine ungeheuer wichtige, schöne und bereichernde Erfahrung war.
Danke für ein Jahr voller Erfahrung und Entwicklungspotential für mich. Ich habe es gern für mich genutzt.

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